Zugegeben, ein bisschen verrückt ist es schon, das neue Betriebsystem für Organisationen. Dort sollen statt Titeln und Rangdekorationen neuerdings Rollen zugewiesen werden. Klingt nach New Work? Ist es auch. Mittlerweile jedoch kein allzu newer Work-Gedanke mehr. Diskutiert werden neue Organisationsstrukturen mit großer Begeisterung seit einer ganzen Weile, in den Unternehmen angekommen dagegen bislang allerdings wenig.

Beschleuniger des Trends ist die 2020-er Krise. Virtuelle Teams leben sowieso vom holokratischen Gedanken. Wenn Information transparent ist, lässt sich nämlich auch keinen Machtanspruch durch Informationsvorsprung ableiten. Wie heilsam. No more reporting. Adieu Matrix-Struktur? Hurray!

Vom verbrennen des BH’s bis zur Diskussion über Equality vergingen ja auch schlappe 50 Jahre. Also, keep spinning, auch wenns crazy klingt, wird schon noch – irgendwann.

Dividing role and soul

Vielleicht ist Holokratie aber einfach auch nur ein tolles neues Wort, das genau so komplex klingt wie es ist? Das trennen von Person und Rolle ein netter Gedanke oder auch nur eine neue Regel, die wiederum starr macht? Solange sich nicht einmal Geschlechterrollen auflösen lassen, ein weit entfernter.

Zur Vertiefung: Robertson, B. (2016): Holacracy. Ein revolutionäres Management-System für eine volatile Welt, Vahlen. http://www.vahlen.de/productview.aspx?product=15478815

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