Ein gewichtiges Wort, es kracht mir fast durch die Seite und das bei ordentlicher Grammatur. Dabei ist es gar nicht so schwer.

Ist Markenethos wieder nur eins von unzähligen Buzz-Words der glitzernden Marketing und Beraterwelt welches Markenpotenz verspricht? Und überhaupt: ist besser, schneller, größer, mehrmehrmehr das Ziel in einer Post-Corona Zeit?

Erstmal

Beim Markenethos geht es primär um eine innere Haltung der Marke, welche in einem erkennbaren Stil der Markenführung mündet. Das wiederum kann eine Marke natürlich Potent machen. Aber eben nur sekundär. Vornehmlich geht es jetzt um eine gesunde Markenführung. Die kann Konsumenten bei der Gestaltung eines guten Lebensstils unterstützen. Klingt schwer, ist nicht leicht – aber machbar.

Wenn eine Marke weiss, wofür Sie steht, Produkte nach dem Motto solve don’t sell macht und wenn sie mit menschlichen Attributen ausgestattet ist, die sie glaubwürdig machen und wenn Sie sich so auch verhält. Egal wann und wo.

Schwere Kost

„Eine ethische Lebensführung zeigt sich daran, dass man sich in unterschiedlichen Situationen möglichst einheitlich verhält.“ (S.131, Kai-Uwe Hellmann, Fetische des Konsums: Studien zur Soziologie der Marke, VS Verlag 2011.)

Nachhaltige Markenpflege zieht konsequent durch, halt so wie eine gute Corporate Identity es verlangt. Nur eben nicht auf festgezurrten Parametern sondern aus einem gleichbleibenden moralischen Kern heraus mit Myriaden von Ausformungsmöglichkeiten. Damit die Beziehung lebendig bleibt.

Na also, ist ja doch ganz leicht.

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